Flusskrebs, Krabben, Baggersee, © Pixabay (Symbolbild)

Diese Tiere schwimmen mit Ihnen in den südbadischen Badeseen

Wer beim Baden im nächsten Baggersee etwas an seinen Beinen entlanggleiten spürt, denkt dabei meistens erst an Algen oder Pflanzenteile:

Doch auch wenn wir von den meisten Bewohnern kaum etwas mitbekommen, sind die großen und kleine Badeseen in Südbaden quasi eigene kleine Ökosysteme. Während uns kleinere Fische, Libellenlarven oder Wasserläufer auch an der Oberfläche regelmäßig begegnen, schwimmen in der Region noch viele weitere Tiere durchs Wasser.

Wichtig: Wirklich gefährlich ist für den Menschen grundsätzlich keines davon. Die meisten sind extrem scheu und nehmen bereits beim ersten Anzeichen von Schwimmern reißaus, beziehungsweise weichen auf tiefere Gewässerabschnitte aus. Hier haben wir sieben mehr oder weniger typische Badesee-Bewohner für Sie zusammengefasst:

Wels, Wasser, Fisch, © Pixabay (Symbolbild)

Welse

Kleine Welse kennen viele Menschen aus dem Aquarium, ihre größeren Kollegen landen auch gerne mal als Speisefisch auf dem Teller. Viele denken aber nicht daran, dass auch große Flusswelse in vielen Badeseen heimisch sind und dort bis zu zwei Meter lang werden können. Damit sind sie die größten Süßwasserfische Europas. Auf ihrem Speiseplan stehen dann neben anderen Fischen gerne auch Mal Enten, Tauben und kleinere Nagetiere, die sich zu nah ans Wasser wagen. Der Mensch fällt hingegen nicht in ihr Beuteschema.

Ringelnatter, Schlange, Wasser, © Pixabay (Symbolbild)

Ringelnattern

Diese Schlangenart ernährt sich überwiegend von Kröten, Fröschen und anderen Amphibien und wird im Laufe ihres Lebens in der Regel um die 1,10 Meter lang. Dem Menschen gehen sie beim Schwimmen so gut es geht aus dem Weg. Nur wenn sie in die Enge getrieben werden, können sie auch eine Abwehrhaltung einnehmen. Bisse kommen hingegen nur extrem selten vor und sind für den Menschen oder auch Haustiere nicht bedrohlich.

Blutegel, Hand, © Pixabay (Symbolbild)

Blut- und andere Egel

Mit fünf Augen, zwei Mäulern und rund 240 Seen findet man Egel in vielen Flüssen und Seen im Land. Die meisten richtigen Blutegel leben eher in Ufernähe, direkt ins Wasser treibt es eher die artverwandten Pferdeegel. Es gibt sogar eine eigene Art, die nur rund um Freiburg und nirgendwo anders auf der Welt entdeckt wurde. Biologen haben sie liebevoll Freiburger Bächle-Egel getauft, sie kommen aber auch auf dem Dietenbachgelände oder in der Dreisam vor.

Qualle, Tentakel, Wasser, © Pixabay (Symbolbild)

Süßwasser-Quallen

Diese Tierchen sind vergleichsweise selten, in besonders heißen Jahren aber auch immer wieder in Badeseen im Dreiländereck aufgetaucht. Sodbald die durchschnittliche Wassertemperatur dort auf über 25 Grad ansteigt, können sich aus den festgewachsenen Polypen am Seegrund freischwimmende Quallen entwickeln, die an die Oberfläche aufsteigen und dort mit ihren Tentakeln Jagd auf Kleinstwasserbewohner wie Kleinkrebse oder Einzeller machen. Die Süßwasserquallen bleiben dabei meist deutlich kleiner als ein Zwei-Euro-Stück. Sie bestehen zu 99,3 Prozent aus Wasser und sind im Gegensatz zu vielen Verwandten aus dem Meer für den Menschen harmlos.

Hecht, Wasser, Fisch, © Pixabay (Symbolbild)

Hechte

Normalerweise haben Hechte nicht viel für den Menschen übrig und gehen ihm weitestgehend aus dem Weg. Allerdings verwechseln manche dieser Raubfische in Einzelfällen auch gerne Mal menschliche Finger und Zehen mit Beute - wie unser baden.fm-Landei Reyk auch schon schmerzhaft erleben durfte. Auch Tretbootfahrer und Angler, die vom Boot aus ihre Finger ins Wasser halten, machen ab und an unliebsame Bekanntschaften mit Hechten. Die Durchschnittsgröße der Fische liegt zwischen 50 und 100 Zentimetern. Trotz ihres manchmal aggressiven Verhaltens stehen die Hechte auf der internationalen Roten Liste der gefährdeten Arten.

Erdkröte, See, Wasser, © Pixabay (Symbolbild)

Frösche und Kröten

Gerade zur Paarungszeit ist das laute Quaken abends teils kilometerweit zu hören. Neben den bekannten Fröschen schwimmen gerade auch Erdkröten gerne in Badeseen, vor allem auf der Suche nach einem Partner und beim Laichen. Dabei kann ein einzelnes Weibchen gut und gerne zwischen 3000 und 6000 Eier in seichten Wasserstellen ablegen. Viele Krötenarten können zur Selbstverteidigung ein Gift absondern - solange es beim Menschen nicht in offene Wunden gelangt, ist es nicht weiter gefährlich. Bei Haustieren kann der Kontakt mit Kröten zu Pusteln und Blasen, Atemnot oder auch Kreislaufbeschwerden führen.

Flusskrebs, Krabben, Baggersee, © Pixabay (Symbolbild)

Flusskrebse

Entgegen ihres Namens leben diese Krebstiere auch in stehenden Gewässern. Sie können bis zu 20 Zentimeter lang werden und kommen eigentlich nur dort vor, wo auch die Wasserqualität besonders gut ist, da sie sehr empfindlich auf Verunreinigungen reagieren. Nur in seltenen Fällen setzen die Krebse auch mal im Uferbereich seine Scheren ein und kann dort Badegäste in die Füße zwicken. Umgekehrt stehen sie auf dem festen Speiseplan von größeren Raubfischen, wie etwa bei Aalen, Hechten, Barschen oder beim Zander.

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