Schnee, Schaufel, Winterdienst, © Patrick Seeger - dpa

Der Winter naht in großen Schritten – so können Sie sich vorbereiten

Schon in der ersten Woche des Jahres sind die ersten Schneeflocken gefallen und die Temperaturen unter die Null-Grad-Marke gefallen:

Zum Wochenende hin droht der Winter aber auch in Südbaden noch einmal kräftig nachzulegen. Laut Deutschem Wetterdienst sind dann auch in unseren Breitengraden Höchstwerte um die zehn Grad minus möglich - im Schwarzwald soll bis zu dreißig Zentimeter Neuschnee fallen. So schön die verschneite und zugeeiste Winterlandschaft für viele auch anzusehen ist: Bei so einer Eiseskälte braucht es die ein oder andere Vorbereitung.

Wir haben hier die besten Tipps zusammengestellt, wie Sie sich auf den Wintereinbruch vorbereiten können:

Socken, Wärme, Tee, © Pixabay

Warm halten:

  • Zwiebel-Taktik: Möglichst viele Kleidungsschichten übereinander sorgen für kleine Luftpolster zwischen dem Körper und der kalten Außenluft. Diese wirken wie eine Isolierschicht für die Körperwärme.
  • Wärmende Ernährung: Heiße Suppen, Tees oder auch Nüsse, Chilischoten und Eintöpfe wärmen nachhaltig von Innen und eignen sich deshalb als Winternahrung gegen das Frieren.
  • Auf Alkohol und Zigaretten verzichten: Auch wenn es sich kurzfristig wärmer anfühlt, sorgt Alkohol im Gegenteil sogar dafür, dass der Körper schneller auskühlt. Auch Raucher frieren durch die Auswirkungen des Tabakkonsums auf die Gefäße im Durchschnitt schneller als Nichtraucher.
  • Füße warm halten: Frieren die Füße, friert auch der Rest vom Körper schnell. Im Zweifelsfall helfen warme Fußbäder mit Pflegeölen oder ein klassisches heißes Bad und anschließend dicke, aber nicht zu enge Socken aus Naturfasern.
  • Viel Bewegung: Nichts wärmt so zuverlässig, wie den Kreislauf anzukurbeln - wer umgekehrt nur in der Wohnung herumsitzt oder im Freien steht, der wird schnell auskühlen, weil die unbeanspruchten Muskeln keine Wärme freisetzen.
  • Wärme-Tools: Von den klassischen Helfern wie Wärmflasche oder Heizkissen bis hin zu aufheizbaren Kirschkernsäckchen oder Gel-Taschenwärmern gibt es eine ganze Bandbreite an Gadgets, die einem durch den Winter helfen können. Für viele ein Geheimtipp: In Tierhandlungen gibt es für die Vierbeinen häufig spezielle Wärmekissen, die die Eigenwärme von Hund oder Katze als Unterlage fürs Körbchen speichern sollen. Diese funktionieren auch als Sitzkissen beim Menschen überraschend gut.
Thermostat, Heizkörper, © Pixabay

Wohnung:

  • Heizung kontrollieren: Egal ob in Eigenleistung oder mit Hilfe eines Heizungsmonteurs, spätestens jetzt sollten noch einmal die Heizkessel, Brenner, Leitungen, sowie ggf. der Ölstand der Heizanlage überprüft werden.
  • Heizkörper entlüften: Wenn es viel zu lange dauert, bis die Heizung in den einzelnen Räumen warm wird oder die Heizkörper laut gluckern, ist zu viel Luft im Heizsystem. Abhilfe kann man selbst mit einem Entlüfterschlüssel schaffen. Dazu die Heizungspumpe abschalten und überschüssige Luft am Ventil rauslassen.
  • Thermostate überprüfen: Wenn die Heizung nicht warm wird, obwohl sie auf höchster Stufe eingestellt ist oder im abgeschalteten Modus trotzdem komplett aufheizt, dann könnte der Thermostat defekt sein. In den meisten Fällen hat sich hier über den Sommer und Herbst aber einfach nur ein kleines Ventil verklemmt. Einfach den Handgriff abziehen, und vorsichtig (!) gegen den kleinen Metallstift schlagen. Oft springt er dabei wieder heraus und funktioniert danach einwandfrei.
  • Wohnung nicht auskühlen lassen: Warme Raumluft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Regelmäßiges Stoßlüften und anschließendes Heizen schützt so vor Schimmelbildung in der kalten Jahreszeit. Auch ansonsten unbeheizte Räume sollten am Ende zwischen 16 und 18°C warm sein. Die Türen zwischen warmen und kalten Räumen möglichst geschlossen halten.
  • Fenster und Türen abdichten: Die beste Heizung hilft nur wenig, wenn es durch alle Ecken und Ritzen zieht. Kleinere Spalte an den Fenstern lassen sich bereits effektiv mit Dichtbändern ausfüllen. Bei größeren Spalten an unbeweglichen Bauteilen wie den Fensterrahmen hilft Silikon zum Abdichten.
  • Auf die Wasserleitungen achten: In frostgefährdeten oder völlig unbeheizten Räumen wie manchen Kellern sollte das restliche Wasser aus den Leitungen gelassen und diese dann per Ventil geschlossen werden. Wasserhähne und Leitungen im Außenbereich müssen vielleicht sogar extra isoliert werden, damit der Frost nicht die Leitung sprengt. Für solche Schäden zahlen nur die allerwenigsten Versicherungen.
  • Schnee räumen: In den meisten Mietverträgen sind die Pflichten klar geregelt, wann wer für den Winterdienst vor der eigenen Haustür verantwortlich ist. Kommt jemand auf einem ungeräumten Gehweg vor dem eigenen Haus zu Fall, kann in den meisten Fällen der Mieter oder Hauseigentümer dafür haftbar gemacht werden. Gestreut bzw. geräumt werden muss unter der Woche zwischen 7 bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr. Wer über den Winter verreist ist, muss sich laut Gesetz um einen Ersatz kümmern.
Garten, Winter, Schnee, © Pixabay

Garten, Terrasse und Balkon:

  • Regenrinnern säubern: Liegengebliebenes Laub kann die Dachrinnen und Regenrohre verstopfen. Spätestens wenn der erste Schnee dann wieder zu tauen beginnt, kann das zu ernsthaften Problemen führen. Daher die Rohre - falls zugänglich - am besten noch von Blättern und Unrat befreien.
  • Bäume und Sträucher zurückschneiden: Gerade Stauden oder auch viele Rosengewächse sollte man zum Winter hin leicht zurückschneiden. Tipps zum richtigen Stutzen der jeweiligen Pflanze gibt es in vielen Ratgebern oder alternativ auch bei Gartencentern und vielen Baumärkten.
  • Topfpflanzen dick einpacken: Nur die wenigsten Topfpflanzen vertragen ungeschützt Minusgrade. Im beheizten Wohnzimmer gehen viele aber genauso schnell ein. Mit Hilfe einer dicken Isolierschicht aus Styropor, Jutesäcken und viel Laub überstehen die Pflanzen den Winter im Kübel meist unbeschadet. Bei zweistelligen Minusgraden sollte über eine Extraschicht nachgedacht werden. Oder aber man stellt sie dann zum Überwintern direkt in den Keller.
  • Gartenmöbel schützen: Viele Gartenmöbel sind inzwischen aus wetterfestem Material, das auch Frost und Schnee einigermaßen gut übersteht. Trotzdem helfen Abdeckhauben und Schutzfolien dabei, dass noch länger etwas von den Stühlen oder Tischen hat. Gelagert werden sollten die Möbel möglichst UV-geschützt, trocken und mit guter Belüftung.

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